DPSG (Allgemeine Informationen)

 

Lilie blau

=> Anspruch der DPSG    
=> Zahlen & Fakten    
=> Pädagogik    
=> Struktur der DPSG
=> Pfadfindergesetz /-gebet /-versprechen    
=> Die Kluft

 

Zum Anspruch der DPSG:

In der DPSG versuchen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit ihren Leitungskräften - unabhängig von Geschlecht, Religion und Alter - eine pfadfinderische Lebensweise zu realisieren.

Ziel ist es, durch Handeln aus dem Glauben heraus ein Leben in Hoffnung, in Freiheit, in Wahrheit und in tätiger Solidarität für alle Menschen zu verwirklichen.


Zahlen und Fakten:Pfeil Top

In der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sind rund 26.000 Wölflinge, 25.000 Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder, 16.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie 11.000 Roverinnen und Rover aktiv. Geleitet und begleitet werden sie von rund 22.000 Leiterinnen und Leitern.

Die DPSG ist in 25 Diözesen vertreten, zählt rund 1400 Stämme und Siedlungen sowie 137 Bezirke.

Bundesvorsitzende ist seit 2002 Ute Theisen, Bundesvorsitzender seit 2000 Stephan Jentgens, Bundeskurat ist seit 2001 Pater Guido Hügen OSB. Sie werden von der Bundesversammlung für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Die Bundesversammlung ist das entscheidende politische Gremium der DPSG. Die Bundesleitung setzt sich aus den Referenten der Stufen und Fachbereiche zusammen und entscheidet in politischen und pädagogischen Fragen.

Sitz der DPSG ist die Bundesstelle in Neuss. Dort arbeiten die Bundesleitung, die Geschäftsführung, die Buchhaltung, der Mitgliederservice, der Georgs-Verlag und das Rüsthaus für den Verband. Im Westerwald besitzt die DPSG das Bundeszentrum Westernohe mit Tagungshäusern und einem riesigen Zeltplatz.


Pädagogik:Pfeil Top

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg unterstützt als Erziehungsverband Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Drei Prinzipien in der Pädagogik stehen im Vordergrund, entwickelt hat sie der Gründer der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell.

»Paddle your own canoe« meint, dass Kinder und Jugendliche zunehmend eigenständig entscheiden und handeln können. Sie können sich - bildlich gesprochen - immer besser auf dem Fluss des Lebens zurechtfinden und ihren Weg bestimmen.

»Learning by doing« heißt, aus Erlebnissen und Erfahrungen zu lernen. Kinder und Jugendliche gewinnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, wenn sie als Pfadfinder handeln. Sie entdecken die Welt, probieren aus und handeln. Es entsteht ein Prozess, in dem Pfadfinder die Welt mit offenen Augen sehen.

»Look at the boy / girl« bedeutet, dass sich die Arbeit der DPSG an den Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientiert. Ihre Entwicklung und ihre Interessen stehen im Mittelpunkt der pfadfinderischen Erziehung.

Die Grundlinien der Lebensauffassung geben den Pfadfinderinnen und Pfadfindern Orientierung bei ihrem Engagement. Um den pädagogischen Anspruch zu erreichen, arbeitet die DPSG in vier Altersstufen: Kinder von 7 bis 10 Jahren heißen Wölflinge, von 10 bis 13 Jahren Jungpfadfinder. Jugendliche werden mit 13 Jahren Pfadfinder und mit 16 Jahren Rover.

Der Weg über die vier Altersstufen bietet jedem Mitglied die Chance, sich in und mit der Gruppe zu entwickeln. Im Wechselspiel der Dynamik einer Gruppe, ihren Plänen, Erlebnissen und deren Reflexion entfaltet sich die Persönlichkeit jedes Einzelnen mehr und mehr.


Die Struktur  DPSG:Pfeil Top

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden in vier verschiedenen Altersstufen durch geschulte ehrenamtlichen Leitungskräfte betreut und begleitet: in der Wölflingsstufe (7 - 11 Jahre), der Jungpfadfinder-Stufe (11 - 14 Jahre), der Pfadfinder-Stufe (14 - 16 Jahre) und der Rover-Stufe (16 - 21 Jahre).
 

Wölflinge

Lilie orangeDas Motto dieser Stufe ist "Entdecken" - und zwar gemeinsam in Rudeln (Kleingruppen) und Meuten (Großgruppen).   Es geht darum, Kindern Lebens- und Spielräume zu schaffen, um Freundinnen und Freunde zu finden sowie Gemeinschaft zu erleben.
 

 

Jungpfadfinder:

Lilie blauUnter dem Grundsatz "Ausprobieren" steht das Ausloten von Lebenswirklichkeiten und die Heranführung an die Welt der Erwachsenen. Sippen (Kleingruppen) und Trupps (Großgruppen) werden zu Orten des Erfahrungsaustausches und des gemeinsamen Aufbruchs zu neuen Tatorten und Abenteuern.
 

 

Pfadfinder:

Lilie grünDie Stufen-Orientierung "Wagt es" spiegelt den Drang der Jugendlichen nach Selbständigkeit und Anerkennung sowie die Verletzbarkeit dieser Altersgruppe wieder. Runden (Kleingruppen) und Trupps (Großgruppen) - begleitet durch integrierte Leitungsteams - bieten allen die Möglichkeit, sich selbst und andere als Individuen anzunehmen, sowie Hilfe auf der Suche nach glaubhaften Ideen und Menschen.

 

Rover:
Lilie rotRoverinnen und Rover sind "unterwegs" und beschäftigt mit Problemen, die sich aus Schule, Arbeitswelt,      Freundschaft, Liebe und Konsum ergeben. Die Roverrunde dient so einerseits als Ort des Rückhalts und der Ruhe,  aber andererseits auch als Ursprung gemeinsamen eindrucksvollen Tuns und Raum aufmerksamer Reflexion, um so  langfristige Lebensentwürfe und vollständige Selbständigkeit entstehen zu lassen.

 

Volljährige Leiterinnen und Leiter begleiten dabei die Kinder- und Jugendlichen auf ihren Weg. Dabei geben sich die Georgspfadfinder einen eigenständigen Erziehungsauftrag. Sie will ihre Mitglieder in einer kritischen Weltsicht erziehen und einen Freiraum für den Entwurf neuer Ideen schaffen. Sie greift Bedürfnisse und Fragen von Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf (Anwalt von Kinder und Jugendlichen) und zeigt Perspektiven einer Lebensgestaltung, die weder zu Desinteresse und Resignation noch zu unkritischer Anpassung führen. Dazu werden die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter in verschiedenen Ausbildungsveranstaltungen geschult.


Pfadfindergesetz:Pfeil Top

Als Pfadfinderin, als Pfadfinder...

 

 

 

...begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen als Geschwister.


...entwickle ich eine eigene Meinung und stehe für diese ein.

...gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.

...sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.

...bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.

...lebe ich einfach und umweltbewusst.

...mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf.

...stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.

pdf IconPfadfindergesetz    |       pdf Icon neue Satzung        |    pdf Iconneue Ordnung


Pfadfindergebet:

Herr Jesus Christus !
Du hast gesagt: "Seid Bereit!"
Dieses Wort ist mein Wahlspruch.
 

„Allzeit bereit“ will ich sein

und nach Deinem Beispiel handeln:
wahr im Reden
verlässlich im Tun.
 
In deiner Kirche ist meine Heimat,

sie lässt uns geschwisterlich in dieser Welt leben:

bereit zum Verzeihen
selbstlos im Helfen
geduldig, wenn es schwierig wird.
 
Zeige mir meinen Weg
und begleite mich auf dem Pfad,

der zum Leben führt.

Dir will ich folgen und mein Bestes tun.

Hilf mir dazu und segne mich.  

AMEN

Pfadfinderversprechen:

Ich ..........  verspreche auf meine Ehre und nach besten Kräften:

1.)             Meine Pflicht gegenüber Gott und der Kirche zu erfüllen,

2.)             Meinen Mitmenschen jeder Zeit zu helfen,

3.)             Dem Pfadfindergesetz zu gehorchen. 
 Du gehörst jetzt zu uns, wir brauchen Dich 
GUT PFAD!
 
Das Versprechen & der Stufenwechsel
Das Versprechen fordert vom Einzelnen die Bereitschaft zu dieser Entwicklung und von der Gruppe die Bekräftigung ein. Auf den Schritt des Einzelnen erklärt die Gruppe ihre Verpflichtung, den Einzelnen auf seinem Weg zu begleiten und ihn nach Kräften zu unterstützen. Der bewusst vollzogene Stufenwechsel setzt auf die Erfahrungen des schon Erreichten und verlangt ein Ja zum Neuen, das seine Erprobung noch vor sich hat Der Zeitpunkt des Wechsels in die nächste Altersstufe orientiert sich am Entwicklungsstand des Einzelnen. Der Stufenwechsel wird zwischen beiden Gruppen vereinbart und gefeiert. Die in der Gruppe der Verbleibenden tragen eine besonderer Verantwortung für neu Hinzukommende. Die Leiterinnen und Leiter verbleiben aber in ihrer Stufe.

Die Kluft der DPSG:Pfeil Top

Kluft

Das Klufthemd der DPSG. Gemeinsames Erkennungsbild in der Öffentlichkeit.

Alle DPSG Artikel findet ihr bei unserem offiziellen Ausrüster, dem Rüsthaus St. Georg.

Rüsthaus

Kurze Historie
Schon in seiner frühsten Jugend war Baden-Powell aufgefallen, dass die sozialen Unterschiede sich vor allem in der Kleidung äußerten. Als er später Gründer der Pfadfinderbewegung wurde, wollte er eine Bewegung schaffen, in der nur der Mensch selbst mit seinen Fähigkeiten zählen würde, ohne dass es auf seine soziale Herkunft ankäme. So führte er eine einheitliche Kleidung ein. Zwar ließ er es in seinem Buch "scouting for boys" vier Farben zur Auswahl der einzelnen Gruppen(4) (khaki, grau, blau oder grün), doch sollte sich jede Gruppe auf eine einheitliche Farbe einigen. Die Kluft, wie sie Baden-Powell selbst trug (breitkrempliger Hut, sandfarbenes Hemd, graues Halstuch, kurze Hosen) , ging auf die Uniform der südafrikanischen Schutzpolizei zurück, der Baden-Powell lange Jahre vorstand. Die Kluft der DPSG selbst war ursprünglich grasgrün, seit dem 1.1.1958 ist sie sandfarben. Die Farbe wurde wohl gewählt, weil es eine stärkere Anlehnung an die Kluft der südafrikani-schen Schutzpolizei ist, die Baden-Powell kommandierte. Im Übrigen ist die Farbe Sand weltweit wohl die häufigste Farbe für die Kluft (z.B. Amerika, England, Japan).

Quelle: http://www.bezirk2.de/tradition/kluft.php
 

[Quellen:DPSG Bundesverband, DPSG Bezirk Mülheim, DPSG "Ordnung, Satzung & Geschichte, Rüsthaus]